Erstgespräch

Sie können ein orientierendes und unverbindliches Erstgespräch zum Kennenlernen telefonisch mit mir vereinbaren (→ Kontakt). In dem Gespräch haben Sie die Möglichkeit, mir Ihr Problem frei zu schildern und Fragen rund um eine psychotherapeutische Behandlung zu stellen. Wir werden miteinander besprechen, ob bei Ihnen eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung vorliegt und weitere "probatorische Gespräche" wünschenswert, hilfreich und sinnvoll sind.

Gesetzlich versicherte Patienten brauchen nur ihre Krankenversicherungskarte mitzubringen. Eine Überweisung vom Haus- oder Facharzt ist nicht nötig. Auch die Beihilfe zahlt anteilsmäßig die Kosten für ein psychotherapeutisches Erstgespräch. Kostenübernahmen für ein Erstgespräch durch eine private Krankenversicherung klären Sie bitte vorab mit Ihrer Versicherung (→ Kostenübernahme).



Probatorische Stunden

Alle gesetzlichen Krankenversicherungen und die Beihilfe sehen "probatorische Stunden" vor Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung vor. Diese Stunden sind noch keine Psychotherapie! Sie dienen der Vorbereitung einer möglichen psychotherapeutischen Behandlung: Wir finden gemeinsam heraus, ob bei Ihnen eine seelische Erkrankung nach dem Kriterienkatalog der Psychotherapie-Richtlinien vorliegt und wenn ja, welche Diagnosen zu stellen sind (→ Behandlungsanlässe). Wir besprechen auch, welche Form der Psychotherapie (ambulant vs. stationär, Kurzzeit-Langzeit, Tiefenpsychologisch fundiert, Analytisch, Verhaltenstherapie, EMDR) oder andere Behandlungsmethoden (z.B. psychosomatische Grundversorgung) bei Ihnen notwendig, hilfreich und erfolgversprechend sind. Sofern Sie von mir behandelt werden möchten, verschaffe ich mir ein umfangreiches Bild von der lebensgeschichtlichen und aktuellen Entwicklung ihrer Symptomatik und Beziehungsmuster. Wir einigen uns auf einen Behandlungsplan mit konkreten Behandlungszielen. Ebenso sprechen wir über die Prognose Ihrer Behandlung, damit Sie realistische Erwartungen an die Behandlung haben und am Ende nicht enttäuscht sind.

Sie haben die Möglichkeit, alle wichtigen Fragen zu stellen. Bitte prüfen Sie sehr genau, ob Sie mit mir offen und vertrauensvoll über Ihre Probleme sprechen können. Sollten Sie den Eindruck haben, dass zwischen uns "die Chemie" nicht so gut passt, haben Sie die Möglichkeit, probatorische Stunden in einer anderen psychotherapeutischen Praxis zu vereinbaren. Soweit es mir möglich ist, werde ich Ihnen mit Adressen behilflich sein. Ich empfehle, probatorische Stunden bei verschiedenen PsychotherapeutInnen mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden (z.B. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie) zu vereinbaren, damit Sie einen Vergleich haben. Die Wirkung einer psychotherapeutischen Behandlung hängt nicht nur von der angewandten Methode, sondern zu einem großen Anteil auch von der Güte und dem Vertrauen in die therapeutische Beziehung ab.


Vorgesehen Anzahl von probatorischen Stunden:
  1. bis zu 5 probatorische Stunden bei der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie
  2. bis zu 8 probatorische Stunden bei der Analytischen Psychotherapie

Kommen wir überein, dass Sie bei mir eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nehmen möchten, muss eine solche Behandlung bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse oder der Beihilfe nach dem "Gutachterverfahren" beantragt werden (→ Beantragung).